how to make your own website

Markteinschätzung

Um in dem heute stark kompetitiven Marktumfeld seine Wettbewerbsstärke zu erhalten und Effizienzmargen zu realisieren, braucht es ein effektives Verständnis der eigenen Kostenstrukturen und möglichen Erfolgs- und Leistungsbeiträgen zu Produkten, Projekten oder Standorten. Dies ermöglicht, die preisliche Wettbewerbsfähigkeit zu erkennen und Optimierungspotentiale zu identifizieren. Doch wo genau steht der Markt aus unserer heutigen Perspektive?

  • In den letzten Jahren hat sich das Controlling auf die Bewirtschaftung und Ausbau komplexer ERP- Systeme konzentriert, deren Aufgaben sich auf die Analyse von Vergangenheitsdaten kapriziert. Doch nur ca. 3- 4% aller Controlling- Aktivitäten und Systeme bewerten bzw. simulieren die vorhandene Leistungsfähigkeit der Wertschöpfungseinheiten und des Gesamtunternehmen in der Zukunft. Damit hat es sich durchaus von ihrer ursprünglichen Aufgabenstellung zur Führungsunterstützung entfernt, um die aktuelle Unternehmenssituationen zu identifizieren, zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen zur Zukunftssicherung abzuleiten.
  • In der Vergangenheit war die Unternehmensfunktion ‚Kalkulation‘ nur ein Randprodukt neben der Buchhaltungsfunktion. Es wurde Kostenträgerkalkulationen in der Arbeitsvorbereitung erstellt, um die Produkte entsprechend ihrer Kosten und dem definierten Gewinn im Markt abzusetzen. Heute ist die Funktion ‚Kalkulation‘ Basisinstrument des Controllings und für weitestgehend alle Unternehmensbereiche bedeutend. Damit wandelt sich die Kalkulation zur Querschnittsfunktion neben dem Controlling insb. für folgende weitere Unternehmenseinheiten:
  • Projektmanagement
  • Entwicklung
  • Kalkulation
  • Vertrieb
  • Einkauf
  • Managementinformationssystem
  • Grundsätzlich liegen häufig nicht strukturierte und harmonisierte Datengrundlagen vor, sodass Auswertungen von Kalkulatoren, Kostenmanagern wie Controller durchaus auf unterschiedlichen Datenbanken und Annahmen beruhen. Dies führt zu Fehleinschätzungen, Scheinrationalität sowie Fehlsteuerung aus Unternehmenssicht.
  • Vorhandene und bewährte Systematiken der Kosten- und Leistungsrechnung beziehen sich ausschließlich auf die eigene Analyseperspektive von getätigten und damit vergangenen Geschäftsvorfällen. Damit verzichten viele Unternehmen auf wertvolle Erkenntnisse zur Entscheidungsunterstützung insb. im aktuellen Umfeld des hohen Wettbewerbsdrucks deutscher Unternehmen. Gleichwohl besteht mit dem Benchmarking-Ansatz eine zeitgemäßes, häufig situativ eingesetztes Instrument im Controllings bereit, der jedoch keinen geschlossenen Ansatz zum Basisinstrument der Kosten- und Leistungsrechnung aufweist.
  • Sofern in Unternehmen Schwachstellen und Fehler in eingesetzten Instrumenten und Kalkulationssystemen erkannt werden, ist zu beobachten, dass sich typischerweise auf die scheinbar risikoärmere Optimierung bestehender Controlling- und Kalkulationslösungen konzentriert wird. Es stellt sich die Frage nach der Problemlösekraft jener kleinen Optimierungsschritte. Damit bleibt das grundlegende Hinterfragen der bestehenden Instrumente nach eine effektive wie nachhaltigen Lösung und die Investition in Alternativen regelmäßig aus. 
  • Hohe Wachstumsraten vergangener Jahre haben scheinbar vermieden, bestehende Instrumente grundsätzlich zu hinterfragen und in Datenharmonisierungsprojekten bzw. digitale Kostenmanagementlösungen proaktiv und kontinuierlich zu investieren.
  • Ein systematischer internationaler Analysevergleich, der sich in regelmäßige Kalkulationen der Kosten und Leistungsrechnung integriert, wäre im Zuge der erfolgten Globalisierung von Wertschöpfungsstufen, Kunden- und Lieferantenmärkte mehr als geboten. Dazu wäre eine einheitliche Datengrundlage in Unternehmen wichtig, um Funktionen aller Unternehmensbereiche mit identischen und transparenten Controlling-, Berechnungs- und Analysewerkzeuge zu bündeln. 
  • Das Fehlen dieser Informationen kann nun in der sich abzeichnenden Rezessionsphase der deutschen Konjunktur zu einem relevanten Problem werden. Folglich sind möglichst valide Analysen gefragt. Bspw. hat die schrumpfende Absatzmenge die Kosten der in der Wachstumsphase aufgebauten Kapazitäten erstmal zu tragen. Auch ein dann rasch initiiertes reaktives Kostenmanagement benötigt szenariofähige Analysen. Jedoch fehlt ein aktives Krisentool, um vorab Krisensituationen mit ihren Auswirkungen simulieren zu können und beim Eintreten von plötzlichen negativen Ereignissen die richtigen Strategien und Aktivitäten mit kurzen Reaktionszeiten treffen zu können. 

© Copyright 2020 CPM - All Rights Reserved